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New York Tag 1: Times Square, Shopping & Central Park

"Wow" - das einzige und erste Wort, dass ich aussprach, als ich aus der Subway stieg, die uns vom AirTrain nach Manhattan brachte. Dieses Wort kann aber nicht einmal ansatzweise beschreiben wie sich dieser Moment für mich angefühlt hat. 

Ich glaube ja, dass auch ein ganzes Buch nicht reichen würde um diese Stadt zu beschreiben. Ich werde es dennoch probieren und dies natürlich mit zahlreichen Bildern unterstützen.  Unsere 10 Tage werde ich euch jeweils einzeln als Blogpost zeigen, damit ich wirklich auf Details eingehen kann, alles leicht auffindbar ist und ich auch ein paar Tipps einfließen lassen kann. Mit nur einem Blogpost wäre ich sehr unzufrieden, außerdem kann man so viel wie wir in New York erlebt haben nicht in einen einzigen Artikel quetschen. Dazu habe ich eine neue Rubrik namens "New York" eingerichtet, die ihr in der Kategorie "Travel" finden könnt.

Ankunft

Auf einmal war ich mitten am Columbus Circle, wo sich nur wenige Meter entfernt unser Hotel befand. Es war schon 10 Uhr abends, aber die Stadt schien wach wie eh und je zu sein. Nach langem Warten, Sparen und extremer Vorfreude stand ich nun zum 1. Mal, mit 21 Jahren, endlich mitten in New York.

 

Nachdem wir im Hotel ankamen, packten wir aus und kauften im nächstgelegenen Supermarkt noch Wasser und ein paar Snacks ein und waren so müde vom langen Flug, dass wir uns gegen 00:00 schlafen legten. Mein Gehirn konnte es glaube ich erst spät nachts begreifen, denn um 5 Uhr Ortszeit wachte ich auf und wollte einfach nur hinaus, weil ich realisiert hatte, wo ich eigentlich war. Schließlich warteten da draußen 10 volle Tage und Nächte New York City auf mich, wie sollte ich da schlafen können?

Der erste Tag: Times Square

Wir beschlossen, uns am 1. Tag ein bisschen zu orientieren und die nähere Umgebung zu Fuß zu erkunden und mit dem Sightseeing erst am 2. Tag zu beginnen. Der erste Stopp früh morgens in Manhattan war - wie konnte es anders sein - der Times Square. Er war nur ca. 10 Gehminuten von unserem Hotel entfernt, weshalb wir ihn natürlich auch öfter besuchten. Später waren wir natürlich als es dunkel war am Times Square, aber auch tagsüber ist dieser Ort einfach magisch. Gedränge, Reklametafeln, Shops und jede Menge gelber Taxis- einfach unbeschreiblich. Man muss es - und das werde ich noch öfter sagen - selber erlebt haben, denn diese Energie und dieses Gefühl kann man nicht in Worte fassen.

Früh morgens waren noch nicht allzu viele Menschen da, deshalb bekamen wir noch einen Platz ganz oben auf der berühmten roten Treppe und konnten so alles überblicken - es war einfach überwältigend. Wir sahen uns noch ein paar Shops an, für M&M-Fans ist der riesige M&M-Store (1600 Broadway, Times Square) ein absolutes Muss, aber auch der große Foot Locker und H&M haben uns beeindruckt, die Shopgrößen sind natürlich nicht mit unseren zu vergleichen. Wie crazy die New Yorker vor Allem auch was Weihnachten betrifft sind, sahen wir dann bei einem Store der voll mit Weihnachtsdeko war, mitten im August. Sehr cool, aber auch sehr teuer. 

Zu Mittag kehrten wir dann ins Hardrock Cafe (1501 Broadway) ein, aßen richtig gute Burger und kauften unsere ersten Souvenirs. Natürlich ist das Hardrock Cafe ein Muss für jeden Fan, der Shop ist auch ziemlich groß und das Restaurant ebenso. 

Was für uns etwas überraschend war, war das New Yorker Wasser, dass immer gratis bereitgestellt wird, wenn man etwas bestellt. Es riecht nach Chlor und schmeckt auch genauso. Die New Yorker trinken es meistens, aber man merkt, dass die Touristen das Wasser oft stehen lassen (so wie wir) oder es gar zurückschicken.

 

Die nächste Überraschung erwartet einen unerfahrenen Touristen bei der Rechnung. Natürlich hatte ich schon darüber gelesen, dass man in den USA mehr Trinkgeld gibt, aber das ganze Bezahlsystem ist hier ein klein wenig anders. Grundsätzlich kann man fast alles, jeden Kaugummi, das Taxi oder im Restaurant mit Kreditkarte bezahlen (bis auf wenige Ausnahmen). Man bekommt die Rechnung auf den Tisch gelegt und der Kellner verschwindet erst mal, dann legt man das Geld oder die Kreditkarte zur Rechnung, der Kellner verschwindet wieder und kommt entweder mit dem Restgeld (wenn man cash zahlt) oder mit 2 Rechnungen wieder. Eine Kopie für einen selbst und eine zweite, wo man unterschreiben muss und ein Trinkgeld (genannt Tip) angeben kann, dass dann noch einmal abgebucht wird. Man kann es (so wie wir meist) aber auch einfach bar geben. In New York gibt es eine kleine Rechenhilfe unten auf jeder Rechnung, auf der die (gewünschten) Trinkgeld-Prozentsätze (15%, 18% und 20%) angegeben und ausgerechnet sind.

 

Für uns als Österreicher waren diese hohen Trinkgelder etwas ungewöhnlich, immerhin sind 20% von 50$ ja schon 10$ und das ist nicht gerade wenig. Die meisten leben aber vom Trinkgeld und deshalb wird es so hoch angesetzt. Natürlich kann aber jeder das hergeben was er möchte, der Hinweis auf der Rechnung soll eben nur einen Ansatzpunkt und eine Rechenhilfe darstellen. Tipp: Schaut euch die Rechnung immer genau an, manche buchen sich das Trinkgeld schon selbst ab, wenn ihr das nicht möchtet, sagt einfach ihr wollt es wieder zurückgebucht haben. 

Nach dem Mittagessen schlenderten wir noch ein bisschen durch die Shops und zurück zum Columbus Circle ins Time Warner Center, ein Einkaufscenter, das nicht komplett überlaufen ist und in dem sich der erste und bisher einzige Amazon Book Store befindet. Wenn ihr also schnell etwas von H&M braucht ist dieses Shopping Center eine gute Alternative, aber es gibt auch exklusive Marken wie z.B. Michael Kors oder Coach. 

Central Park

Später landeten wir dann im Central Park, ein Eingang davon befindet sich auch gleich gegenüber vom Times Warner Center und somit nur ca. 3 Gehminuten von unserem Hotel entfernt. 

Wir gingen bei der berühmten riesigen Grünfläche Sheap Meadows vorbei, beobachteten die New Yorker die im Park Erholung suchten und mit ihren Hunden Gassi gingen und schlenderten langsam zur Bow Bridge (auf Höhe 74. Straße, in der Mitte des Parks), die aus zahlreichen Filmen bekannt ist. Ein magischer Ort, aber der ganze Central Park ist eine Oase mitten im Großstadtdschungel und diese braucht Manhattan, denn bei dem Gedränge und Lärm - so wundervoll ich es finde - braucht man als New Yorker manchmal eine kleine Auszeit.

Es ist schon fast etwas verwirrend wenn man gerade vom Times Square kommt und auf einmal befindet man sich mitten in einer Oase mit zahlreichen Bänken, Grün- und Wasserflächen und Blumen. Es ist wunderschön und manche Plätzchen sind wirklich ruhig und laden zum Entspannen ein. Wahrscheinlich könnte man bei der Größe des Parks (fast 3,5km²) den ganzen Tag im Park verbringen, weil man dort auch so viel sehen und erleben kann.

 

Vor allem die Bänke fand ich sehr süß, fast alle von ihnen tragen Schildchen mit kleinen Widmungen und Inschriften. Ich habe ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass man sogenannte "Bankpatenschaften" kaufen kann und auf diese Bank kann man eben auch ein Schild anbringen lassen. Eine süße Idee oder?

 Eigentlich wollten wir an dem Tag Boot fahren, es war uns dann aber doch etwas zu heiß. Falls ihr aber einmal dort sein solltet, das Loeb Boathouse befindet sich ganz in der Nähe der Bow Bridge auf Höhe der 72. Straße East und ein Ruderboot kostet 15$ pro Stunde. Wichtig: Man kann dort nur cash zahlen, also unbedingt Bargeld mitnehmen!

Fifth Avenue

Im Park sind wir dann von der Upper West Side zur Upper East Side auf die Fifth Avenue geschlendert und haben uns ein bisschen bei den sündhaft teuren Läden umgeschaut. Die Fifth Avenue beginnt am Washington Square Park und führt bis zur 134. Straße in Harlem, sie ist insgesamt 11 Kilometer lang. Die Fifth Avenue, die man immer in Filmen sieht und somit der bekannteste Abschnitt liegt auf Höhe der 49. bis 60. Straße.

 

Wer ein Nike-Fanatiker ist, sollte unbedingt Niketown (57. Straße, zwischen 5. & 6. Avenue) besuchen, es ist ein wirklich beeindruckender Store auf mehreren Ebenen. Wir waren unter Anderem auch bei Louis Vuitton und Barney's, einem Luxus-Kaufhaus. Und natürlich dürfen Victorias Secret und Tiffany's auch nicht fehlen, die allesamt ihre beeindruckenden Flagship-Stores auf der Fifth Avenue haben. Man findet dort so gut wie jedes Luxus-Label, fürs richtige Shoppen sollte man dann aber lieber doch in ein Outlet oder in andere Stadtviertel fahren, denn nur dort gibt es die richtigen Schnäppchen. 

Abends sind wir nochmal ins Time Warner Center spaziert und haben uns im Whole Foods, einem riesigen Supermarkt, etwas zu essen geholt. Es gibt eine Art Buffet, Salate und auch warme Speisen zum Mitnehmen, die wirklich total lecker sind. Im Laufe der Woche waren wir öfter dort und sahen, dass sich die New Yorker ihren Lunch gerne im Whole Foods holen, aber auch abends ist es dort ziemlich voll. Ein echter Geheimtipp, denn wenn euch Burger und Co auf die Nerven gehen ist das eine tolle Alternative. Was wir sehr interessant fanden: Obst und Gemüse und generell alles ist in den Supermärkten total schön geschlichtet, seht selbst:

Und schon war unser erster Tag in New York auch vorbei, wir sind sehr viel zu Fuß gegangen und waren auch dementsprechend sehr müde als wir abends ins Zimmer kamen. Es war sehr entspannt und wenn man wirklich Zeit hat und das erste Mal hier ist finde ich es wichtig, dass man nicht gleich am ersten Tag mit dem Hardcore-Sightseeing beginnt und sich erst einmal Zeit lässt anzukommen und alles auf sich wirken lassen kann. Denn eines ist New York sicher nicht: langweilig. Reizüberflutung vorprogrammiert. Aber die coolste Reizüberflutung, die ihr euch vorstellen könnt.

 

Der 2. Tag war auch sehr ereignisreich, jedoch nicht so wie wir anfangs dachten, mehr lest ihr hier.

 

Eure Sarah :)

 

P.S. Wie unsere Anreise war und wo wir übernachtet haben findet ihr in diesem Blogpost.

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Kommentare: 2
  • #1

    Denis (Mittwoch, 16 August 2017 04:59)

    Schöner Blogpost. Ich bin im Dezember zum 2. mal dort, allerdings alleine. Bin schon tierisch nervös ^^
    Wholefood hab ich mir mal gemerkt und der am Columbus Circle ist relativ nah am Hotel. Den werde ich dann mal besuchen :)

    Denis

  • #2

    Marcus (Mittwoch, 16 August 2017 22:55)

    Der Tipp wird immer öfters direkt gebucht.
    Da viele Kreditkarten mittlerweile DEBIT Karten sind und da nichts mehr nachgebucht werden kann.